Hauttumore

In den letzten Jahren ist die Häufigkeit von gut- und bösartiger Hautveränderungen angestiegen. Dabei betrifft dies zunehmend auch jüngere Menschen. Übermäßige Sonneneinstrahlung ohne adäquaten Sonnenschutz und der Besuch von Solarien kann im Laufe des Lebens  zu einer irreversiblen Hautschädigung führen. Daher sind diese Hautveränderungen vorzugsweise an Stellen lokalisiert, die regelmäßig und über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind (Gesicht, unbehaarte Kopfhaut, Arme und Beine).

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto kleiner sind die Hautveränderungen und umso besser ist die Chance auf komplette Entfernung und schnelle Heilung. Daher sollte in regelmäßigen Abständen eine professionelle Hautkrebsvorsorge (Hautscreening) erfolgen, bei der die gesamte Haut, der behaarte Kopf und die Schleimhäute untersucht werden.

Durch die Zusammenarbeit mit den Dermatologen unserer Praxisgemeinschaft können mittels modernster hochauflösender Optik computergestützt Veränderungen der Haut genau beurteilt werden. Durch den Einsatz des innovativen VivaScopes (konfokale Laserscanmikroskopie) gelingt es, eine hochauflösende Diagnostik des Gewebes (optische Biopsie) zu erhalten, um Hautkrebs frühzeitig erkennen zu können und unnötige Entfernungen von Hautveränderungen zu vermeiden.

Einteilung von Hauttumoren

Hauttumore sind Gewebsneubildungen und werden in gutartige und bösartige Hauttumore (Hautkrebs) unterteilt. Zusätzlich kommen unterschiedliche Frühformen von bösartigen Hauttumoren (Präkanzerosen) vor.

Gutartige (benigne) Hauttumore:
  • Muttermal (Naevus)
  • Atherom („Grützbeutel“, Epidermoidzyste, Trichilemmalzyste)
  • Seborrhoische Warze („Alterswarze“)
  • Fibrom
  • Lipom (Fettgeschwulst)
  • Xanthelasmen (weißliche Knötchen im Augenlidbereich)
  • Histiozytom
  • Hämangion (Blutschwämmchen)
Vorstufen bösartiger Hautveränderungen:
  • Aktinische Keratosen
  • M. Bowen
Bösartige (maligne) Hauttumore (s.u.):
  • Basaliom („weißer“ Hautkrebs, Basalzellkarzinom)
  • Melanom („schwarzer“ Hautkrebs)
  • Spinaliom (Plattenepithekarzinom, spinozelluläres Karzinom)
Bei der Entfernung aller Hauttumoren und Hautveränderungen stehen nicht nur der medizinische und funktionelle Aspekt im Vordergrund, sondern auch eine narbensparende Vorgehensweise und ein ästhetisches Ergebnis mit unauffälligen Narben.

Ziel einer Behandlung bösartiger Hautveränderungen ist die vollständige operative Entfernung des Hauttumors zu allen Seiten und zur Tiefe hin. Eine komplette Entfernung des Tumorgewebes reduziert das Risiko des Wiederauftretens des Hauttumors (Rezidiv) an gleicher Stelle durch unvollständig entfernte Tumorzellen. Die Entfernung von bösartigen Hauttumoren erfolgt nach den aktuellen Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren.

Behandlung

Vor einer geplanten Entfernung (Exzision) von Hauttumoren erfolgt eine ausführliche Beratung und sorgfältige Untersuchung, da verschiedene Faktoren bei der Operationsplanung berücksichtigt werden sollten. Abhängig von der Größe, Ursache und Lokalisation des Hauttumors sind unterschiedliche Behandlungsalternativen und Betäubungsverfahren möglich.

Die Entfernung der Hautveränderung und der Hautverschluss erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung. Bei Vorliegen einer bösartigen Hautveränderung wird der Hauttumor mit einem Sicherheitsabstand zur gesunden Haut herausgeschnitten, damit alle Tumorzellen sicher beseitigt werden. Das entfernte Präparat wird zur feingeweblichen Untersuchung weitergeschickt und innerhalb weniger Tage liegt das Ergebnis über die Art des Tumors und die Vollständigkeit der Entfernung vor.


Zweizeitiges Vorgehen

Bei größeren Hautveränderungen kann es vorkommen, dass der Hautdefekt nach der Entfernung sehr groß ist oder so lokalisiert ist, dass er nicht direkt (primär) durch eine Hautnaht verschlossen werden kann, sondern eine Hautverschiebung (Lappenplastik) oder ein Hauttransplantat zur Defektdeckung notwendig werden.

In diesen Fällen ist es ratsam, nach der Entfernung des Hautumors zunächst das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung und die Bestätigung der vollständigen Tumorentfernung abzuwarten. In der Zwischenzeit wird die Wunde zunächst mit einem künstlichen Hautersatz vorläufig abgedeckt und verbunden. Sollte die feingewebliche Untersuchung ergeben, dass noch Tumorreste in der Haut verblieben sind, so kann im Bereich des Defekts ohne Probleme nachgeschnitten werden. Erst wenn der Befund die Tumorfreiheit bestätigt, erfolgt in einem weiteren Eingriff (sekundär) der plastisch-chirurgische Verschluss der Wunde.


Wiederherstellende Chirurgie (Rekonstruktion)

Bei größeren Hauttumoren mit anschließenden großen Hautdefekten oder an speziellen Regionen (z.B. Nase) ist ein direkter Verschluss durch eine Naht manchmal nicht möglich, so dass eine plastische Rekonstruktion (Wiederherstellung) zum Einsatz kommt. Dazu zählt die Defektdeckung mit einer Hautverschiebung aus der Umgebung (Lappenplastik) oder mithilfe eines Hauttransplantats von einer anderen Körperregion mit einem günstig gelegenen Hautüberschuss. Diese Eingriffe können in örtlicher Betäubung, ggf. mit Dämmerschlaf, erfolgen.

Einteilung von bösartigen Hauttumoren

Basaliom: Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs des Menschen und wird auch als „weißer Hautkrebs“ bezeichnet. Er wächst zwar im umgebenden Gewebe zerstörend, bildet aber in der Regel keine Absiedlungen im Körper (sog. Metastasen). Er tritt vorwiegend in den lichtexponierten Stellen, wie Gesicht und Unterarme, auf und kommt zunehmend bei jüngeren Menschen auf. Die Behandlung und Heilung des Basalioms erfolgt durch seine vollständige chirurgische Entfernung (Exzision).

Spinaliom: Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Er entsteht aus Krebsvorstufen (Aktinische Keratose), die sich bedingt durch lebenslange Sonnenlichtexposition auf stark lichtgeschädigter Haut entwickeln können. Da das Spinaliom im Körper metastasieren kann, ist eine frühzeitige Diagnosestellung mit anschließender vollständiger chirurgischer Entfernung überaus wichtig.

Melanom: An dritter Stelle der häufigsten bösartigen Hauttumore steht das Melanom („schwarzer Hautkrebs“). Als Ursache für die Entstehung eines Melanoms gelten eine starke Belastung durch UV-Strahlung mit häufigen Sonnenbränden und genetische (erbliche) Veranlagung. Das Melanom ist heilbar, sofern es früh erkannt und vollständig chirurgisch entfernt wird. In einem fortgeschrittenen Stadium kann die Erkrankung durch die Bildung von Metastasen einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.


Gerne beraten wir Sie individuell in einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis. Wir besprechen mit Ihnen mögliche Behandlungsalternativen und welche Methoden wir in Ihrem Fall empfehlen würden, um ein für Sie bestmögliches Ergebnis erreichen zu können.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns, wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten oder Fragen und Anregungen haben.

Anschrift

Praxis für Plastische & Ästhetische Chirurgie
Dr. Claudia Stoff-Attrasch
und Dr. Alexander Stoff


Tel: 0221/2776-300
Fax: 0221/2776-303
info@stoff-attrasch.de

PAN-Klinik am Neumarkt
Zeppelinstr. 1
50667 Köln



Anschrift

PAN-Klinik am Neumarkt
Zeppelinstr. 1
50667 Köln
Deutschland

Kontakt

Tel: 0221/2776-300
Fax: 0221/2776-303
info@stoff-attrasch.de

Sprechstundenzeiten

  • Montags bis Freitags
  • nach vorheriger Terminvereinbarung
  • alle Kassen und Privat

Lipödem